6 Schlüssel für zufriedenstellende Arbeitsbeziehungen

Die sozialen Beziehungen am Arbeitsplatz reagieren auf bestimmte Codes. Wir haben uns nicht unbedingt für die Zusammenarbeit mit unseren Kollegen, Vorgesetzten oder Untergebenen entschieden. Doch über das berufliche Engagement hinaus, das die Arbeit im Team mit sich bringt, können wir das emotionale Engagement in unseren Beziehungen zu anderen nicht ignorieren.

Unsere Kollegen, unsere Führungskräfte, unsere Mitarbeiter sind direkt an unserem Wohlbefinden beteiligt. Deshalb ist es wichtig, mit all diesen Menschen zufriedenstellende zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen.

Hier sind sechs Schlüssel zur Entwicklung zufriedenstellender Beziehungen am Arbeitsplatz, die auf einer gesunden und nachhaltigen Kommunikation basieren:

1. Vom Respekt zur Anerkennung

Respekt ist definiert als die Wertschätzung, die wir einer Person entgegenbringen, indem wir ihren Wert erkennen. Die Einhaltung der Lebensregeln in unserem Arbeitsumfeld bedeutet also, den Wert des Zusammenlebens zu erkennen. Andere zu achten, ob Kollegen, Vorgesetzte oder Untergebene, bedeutet, sie sowohl in ihrer Einzigartigkeit als auch in ihrer Vielfalt zu erkennen. Es bedeutet auch, die Privatsphäre aller zu achten, die uns anvertrauten Geheimnisse zu wahren und keine Gerüchte zu verbreiten. Schließlich, indem wir lernen, andere zu respektieren, lernen wir, uns selbst zu achten, was letztendlich zu gegenseitiger Anerkennung führt. 

2. Vom Wettbewerb zur Zusammenarbeit

Wenn wir innerhalb eines Teams in Wettbewerb treten, schwächen wir unweigerlich Solidarität, Vertrauen und Loyalität zwischen den Mitgliedern des Teams. Darüber hinaus verstärkt das Konkurrenzdenken ein besonderes Verhältnis zwischen Arbeit und Selbst. Dem liegt die Vorstellung zugrunde, dass nur die individuellen Fähigkeiten und Ressourcen es ermöglichen, eine Aufgabe zu erfüllen. 

Wettbewerbsdenken gegen Zusammenarbeit auszutauschen, bedeutet, eine gegenseitige Abhängigkeit von anderen einzugestehen, die Ressourcen der Gemeinschaft zu nutzen und den individuellen Druck abzubauen, der in vielen Fällen psychisches Leiden verursacht. In diesem Geist der Zusammenarbeit entwickeln wir eine gesunde Eigenständigkeit, indem wir anerkennen, dass wir andere brauchen, um ein Ziel zu verfolgen, und dass wir auch über Ressourcen und Potenziale verfügen, die für die Gruppe mobilisiert werden können. Am Ende bedeutet es, zur kollektiven Intelligenz beizutragen, indem wir unsere individuelle Intelligenz zur Verfügung stellen.

3. Abbau zum besseren Wiederaufbau

Konflikte (was nicht "Streit" bedeutet!), latent oder offen, gehören dem menschlichen Leben als wesentlicher Bestandteil an. Und der berufliche Alltag bildet dabei keine Ausnahme. So kann es vorkommen, dass wir mit jemandem an unserem Arbeitsplatz in Konflikt geraten. Um diese Situation zu bewältigen, erscheint es wichtig, zunächst die Art des Konflikts zu identifizieren:

Der Beziehungskonflikt ist eine Meinungsverschiedenheit, die sich aus der Beziehung zwischen Menschen ergibt;

Der Beziehungskonflikt ist eine Meinungsverschiedenheit, die sich aus der Beziehung zwischen Menschen ergibt;

Der Aufgabenkonflikt ist die Uneinigkeit über den Inhalt, d.h. was getan werden muss;

Der Status- oder Rollenkonflikt ist eine Meinungsverschiedenheit darüber, wer zuständig ist.

Diese Arbeit der Konflikterkennung ermöglicht es, die eigenen Erwartungen und die der anderen besser zu situieren. Anders als wir oft meinen, ist ein Konflikt nicht unbedingt negativ. Wenn wir uns gegenseitig achten und offen und ehrlich miteinander sprechen, können Konflikte eine Quelle für kreative Lösungen sein. Ein Konflikt, der nicht gelöst wird und in Gewalt auszuufern droht, verdient jedoch besondere Aufmerksamkeit, wie z.B. die Einschaltung eines Dritten, der in Konfliktmanagement am Arbeitsplatz geschult ist.

4. Sich behaupten, ohne andere seine Meinung aufzuzwingen

Sich behaupten, ohne anderen seinen Standpunkt aufzuzwingen, bedeutet, es zu wagen, sich dem anderen zu stellen, Fragen, Meinungsverschiedenheiten, Ideen, gegenüber den Kollegen, aber auch gegenüber der eigenen Hierarchie, mit Respekt, Nichtverurteilung und Offenheit für Kritik zu äußern. Mit anderen Worten, es geht um die Entwicklung einer überzeugenden zwischenmenschlichen Kommunikation, die es ermöglicht, einen konstruktiven Dialog und die freie Meinungsäußerung zu gewährleisten. Folglich wird es auch darum gehen, ein aktives Zuhören gegenüber anderen zu entwickeln.

Assertivität wird definiert als die Fähigkeit, Meinungen klar und einfach auszudrücken, ohne andere zu erdrücken. Es gibt mehrere Techniken, darunter die BGBB-Technik (Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte), auf der die gewaltfreie Kommunikation basiert.

5. Seine Emotionen annehmen 

Die Entwicklung der emotionalen Intelligenz am Arbeitsplatz verbessert unsere Beziehung zu uns selbst und anderen. Laut Daniel Goleman, einem amerikanischen Psychologen, sind 5 Fähigkeiten für das Berufsleben unerlässlich: Selbstwahrnehmung, emotionale Kontrolle, Motivation, Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit zur Beziehung.

Wenn wir also unsere Gefühle erkennen, verstehen und ausdrücken, können wir uns zunächst wieder mit unseren Bedürfnissen verbinden und sie gegenüber anderen ausdrücken. Aber es entwickelt auch in uns die Fähigkeit, den anderen intellektuell und emotional zu verstehen. Dies fördert unsere Fähigkeit, uns auf authentische und stimmige Weise mit anderen zu verbinden.

6. Pflege der Geselligkeit 

Momente der Geselligkeit zu teilen, sei es bei Teambesprechungen, bei der Kaffeemaschine oder in der Mittagspause, ist unerlässlich, um emotionale Bindungen innerhalb eines Teams zu erhalten. Die Investition in diese formalen und informalen Räume trägt dazu bei, eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen und das Zugehörigkeitsgefühl zum Team zu stärken.  

Wie sieht es mit der Freundschaft am Arbeitsplatz aus? Können wir Beziehungen außerhalb der Arbeitswelt unterhalten? Es ist nur natürlich, an unserem Arbeitsplatz eine besondere Affinität zu bestimmten Menschen zu entwickeln. Es gibt keine Antwort darauf, was richtig oder falsch erscheint, denn jede Beziehung ist einzigartig, aber die eigentliche Frage ist: Wie weit möchte ich mich emotional in eine Beziehung mit dem anderen einbringen? Durch die Beantwortung dieser Frage können Sie die Art Ihrer Beziehung einschätzen. Wichtig ist, den richtigen Abstand zueinander zu finden.